Sturzprävention zu Hause
Ein kompakter Rundgang durch Wohnung, Alltag und Hilfsmittel für mehr Sicherheit zu Hause.

Ein Sturz kann Unabhängigkeit über Nacht verändern: Spital, Angst, weniger Bewegung – ein Teufelskreis. In Schweizer Haushalten sind Teppiche, schlechte Beleuchtung, nasse Badezimmer und eilige Nachtgänge klassische Risikofaktoren. Gute Nachricht: Viele Ursachen lassen sich ohne Umbau-Marathon entschärfen.
Der 15-Minuten-Wohnungscheck
Entfernen oder fixieren Sie lose Teppiche. Halten Sie Gehwege frei von Kabeln und Schuhen. Installieren Sie Nachtlichter zwischen Bett und Bad. Prüfen Sie rutschfeste Socken bzw. geeignete Hausschuhe. Im Bad: Haltegriffe nur fachgerecht montieren, Matten mit Saugnäpfen, Duschstuhl bei Bedarf.
Medikamente, Blutdruck und Sehkraft gehören zur Prävention dazu. Schwindel nach dem Aufstehen? Langsamer aufstehen, Flüssigkeit beachten, ärztlich abklären lassen.
Bewegung statt Schonhaltung
Wer aus Angst weniger geht, verliert Kraft und Balance. Kurzübungen an der Küchenzeile, Physiotherapie oder begleitete Spaziergänge wirken präventiv. Spitex-Fachpersonen können im Alltag beobachten, wo Transfer und Mobilisation riskant werden – und Anpassungen vorschlagen.
Für pflegende Angehörige gilt: Sicherheit geht vor Tempo. Lieber zwei ruhige Schritte mit gutem Stand als ein schneller «Hoppla»-Transfer.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle medizinische, rechtliche oder sozialversicherungsrechtliche Beratung. Beträge und Vorgaben können sich ändern – massgebend sind Behörden und Ihre konkrete Abklärung.



